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Kradstaffel

Als Führungshilfsmittel kennt man den Einsatz von Motorrädern im Katastrophenschutz als "Kradmelder" schon lange.

Insbesondere bei Großveranstaltungen und Großschadenslagen ist die verlässliche und möglichst zeitnahe Weitergabe von Informationen oder Unterlagen für die Einsatzleitung unabdingbar und sollte auch unabhängig von Funk- und sonstigen Fernmeldeeinrichtungen wie z.B. Mobil- oder Satellitentelefon und Internet sichergestellt sein. Hier kommen im DRK Kreisverband Dieburg e.V. die vergleichsweise kleinen und wendigen Kräder zum Einsatz. Neben Botenfahrten werden auch Lotsendienste für auswärtige Einheiten sowie Erkundungsfahrten schnell und zuverlässig durchgeführt.

Auch bei Sanitätseinsätzen –wie z.B. bei Rundfahrten und Umzügen oder auch bei Lauf- oder Fahrradveranstaltungen insbesondere außerhalb befestigter Fahrstrassen - sind die Vorteile des Einsatzes von Motorrädern als Voraushelfer erfolgreich durchgeführt worden. Aus diesem Grunde hält der Kreisverband für diese Aufgabe spezielle Ausrüstung bereit. Bei dieser Art von Einsätzen ist das Ziel des Einsatzes unserer Kradfahrer, schnellstmöglich eine sanitätsdienstliche Erstversorgung sicherzustellen, um das behandlungsfreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes so kurz wie möglich zu halten. Die Motorräder zeichnen sich dabei besonders durch kurze Eintreffzeiten, sehr flexible Einsatzmöglichkeit insbesondere in schwer zugänglichem Gelände und bei einem hohen Verkehrsaufkommen aus. Darüber hinaus ist der Transport der Notfallausstattung mit einem Motorrad im Vergleich zu einem Fußtrupp für die Einsatzkräfte wesentlich belastungsärmer.

Zusammengefasst führt die Kradstaffel des DRK Kreisverbandes Dieburg e.V. nachfolgende Aufgaben durch:

·        Erkundungsaufträge,

·        Marschsicherungsaufgaben (keine „Verkehrslenkung“),

·        Transport und Übermittlung von Meldungen,

·        eilige Versorgungsaufgaben

·        leichter Transport von medizinischer Notfallausstattung

·        Einsatz als Voraushelfer bei Sanitätseinsätzen

·        Mitarbeit in der Landesverstärkung des DRK Landesverbandes Hessen e.V.

 

Der Kradstaffel des Kreisverbandes gehören derzeit 14 Rotkreuzler aus den Ortsvereinen Eppertshausen, Münster, Zeilhard-Georgenhausen und Groß-Bieberau sowie einige freie Mitarbeiter an. Im Einsatzfall stellen diese Kradfahrer ihre eigenen Maschinen zur Verfügung. Darüber hinaus stehen der Kradstaffel 2 leichte Kräder Typ Hercules K-125 BW zur  Verfügung. 


Der Vorteil dieser Fahrzeuge liegt auf der Hand: leicht und wendig, können die Kräder auch im Gelände einfach bewegt werden. Darüber hinaus dürfen die Fahrzeuge mit dem Führerschein A1 gefahren werden und sind in Unterhalt und Betrieb kostengünstig.

Für den Einsatz in der Landesverstärkung Hessen stehen eigene Maschinen des DRK in Fritzlar bereit.

 

Die Ausbildung der Kradfahrer ist modulweise aufgebaut:

·        die Rotkreuz-Grundausbildung erfolgt durch den DRK Ortsverein in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband;

·        weitergehende Fachausbildung –wie z.B. Ausbildung als Voraushelfer und IuK Kenntnisse – werden durch den Kreisverband angeboten;

·        die fahrerische sowie die einsatzspezifische Ausbildung erhalten unsere Kradfahrer durch das Ausbildungsteam des DRK-Landesverbandes Hessen in Fritzlar in einem Grund- und einem Fortbildungslehrgang;

·        weitergehende Trainings –wie Fahrsicherheitstraining- schließen sich an.

 

Die Kradstaffel trifft sich unregelmäßig. Bei Interesse an der Mitarbeit und für Fragen stehen seitens der Kreisbereitschaftsleitung Peter Schilling und Rüdiger Schmidt gern zur Verfügung.

6. April 2011 20:24 Uhr. Alter: 8 Jahre

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