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Tag der offenen Tür in Dorndiel

DRK Dorndiel übernimmt mit neuem Fahrzeug auch neue Verpflichtungen

Foto und Text: Bernauer

Groß war das Interesse der Dorndieler Bürger am Tag der Offenen Tür des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Konnten doch am Sonntagnachmittag viele nicht nur zum ersten Mal das neue Vereinsheim sehen, sondern auch gleich noch ein neues Fahrzeug, das dem Ortsverein vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Verfügung gestellt worden ist – dieses wurde ebenfalls vorgestellt. Die Dorndieler brauchten dringend ein neues Fahrzeug, weil das alte schon viele Jahre im Dienst war und immer reparaturanfälliger geworden war. Mit dem neuen Fahrzeug, das bestens ausgestattet ist, ging der Dorndieler Ortsverein allerdings auch neue Verpflichtungen ein. „Das Fahrzeug gehört sozusagen zur medizinischen Task Force", erklärte Vorstandsmitglied Sebastian Daniel. „Neben der Pflege und der Bestandserhaltung der medizinischen Ausrüstung haben wir uns auch verpflichtet, uns bei Großschadensereignissen bereit zu halten“, ergänzte Daniel.

 

So haben die Dorndieler während des Hochwassers im Frühsommer einige Tage auf gepackten Koffern gesessen, wurden aber dann doch nicht nach Sachsen geschickt. In Dorndiel ist der Mercedes Sprinter schon seit dem 13. Juni. Ob sie das Fahrzeug übernehmen, haben sich die Aktiven des DRK vorher genau überlegt. Die Wartung der Autos, indem Betten für zwei Patienten zur Ausstattung zählen, macht viel Arbeit. Auch Pflaster, Salben und Verbandsmaterial haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Wegen der überörtlichen Bedeutung dieses Fahrzeugs muss die Ausstattung immer auf dem neuesten Stand sein – darum müssen sich die Dorndieler kümmern.

 

Auch der DRK-Kreisverband hat lange nach einer Ortsgruppe gesucht, die das Fahrzeug übernehmen kann. Bereits seit 2010 ist das Fahrzeug im Landkreis, wurde aber wenig genutzt und ist deshalb seitdem nur 3.000 Kilometer gefahren. Da die Dorndieler DRK-Gruppe aber eine der aktivsten und jüngsten ist, hat man ihr den medizinisch umgerüsteten Mercedes-Bus gerne überlassen. Neben den vielen Verpflichtungen hat das Auto auch viele Vorteile für die Dorndieler: Wegen seiner überörtlichen Aufgaben werden die Kosten für das Fahrzeug vom Kreisverband und dem Bundesamt übernommen. Ebenso auch die Führerscheine, die ein Großteil der Dorndieler DRK-ler noch machen müssen. Schließlich wiegt das Fahrzeug 3,8 Tonnen. Bei Einsätzen sind die Dorndieler künftig auch über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe versichert. Das Amt sorgt zudem für die Ausstattung der Dorndieler mit Digitalfunk.

 

Pfarrerin Michaela Meingast segnete den Rot-Kreuz-Einsatzwagen und verschenkte an die Truppe Handschmeichler. Peter Schilling, Vorsitzender des Kreisverbandes, freute sich, dass einer der aktivsten Ortsvereine dieses wichtige Fahrzeug übernommen hat. Geschenke gab es auch: So überreichte Ortsvorsteher Wolfgang Vetter ein Kabel zum Aufladen von Gerätschaften und auch die Sparkasse Dieburg zeigte sich großzügig: Durch Edith Haindl überreichte sie einen Scheck im Wert von 500 Euro.

Viele Neugierige, besonders wegen des neuen Fahrzeugs, waren unter den Gästen und so zeigten die Aktiven den ganzen Nachmittag von ihrer besten Seite. Selbst in die Schränke durften die Dorndieler schauen.

Seinen nächsten Einsatz wird das bestens ausgestattete Fahrzeug am Winzerfest haben, wo es einsatzbereit in Groß-Umstadt stehen wird.

 

 

8. September 2013 12:00 Uhr. Alter: 5 Jahre

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